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Armaturen lernen "sehen"

Sie stehen am Waschtisch und würden sich gerne die Hände waschen, aber trotz aller „Fuchtelei“ will einfach kein Wasser fließen. – Dieses allseits bekannte Szenario soll der Vergangenheit angehören, denn mit einem Mehrpixelsensor ausgestattete Sanitäranlagen reagieren viel empfindlicher als derzeit noch verwendete Systeme. Zudem wurde am Institut für Elektrische Messtechnik eine Strom sparende Variante entwickelt.

Beim derzeit gebräuchlichen Sensorsystem in elektronischen Armaturen für Sanitäranlagen gibt es eine Senderdiode, die einen Infrarotimpuls aussendet, und einen Fotodetektor, der wahrnimmt, wenn derenergyharvester.png Sendeimpuls – etwa durch eine Hand – reflektiert wird. Bei diesen Systemen gibt es zwei Probleme: der Stromverbrauch ist relativ hoch, und die Detektion funktioniert nicht immer, sodass der Auslöseprozess verzögert wird. DI Christoph Beisteiner vom Institut für Elektrische Messtechnik entwickelte mit der Firma WimTec, dem österreichischen Marktführer von berührungslosen Armaturen, im Rahmen eines FFG-Förderprojektes in Anlehnung an die Funktionsweise der Insektenaugen einen Algorithmus, der mit einem Mehrpixelsensor das BenutzerInnenverhalten auswertet und eine Benützung zuverlässig detektiert.

Zur Energieversorgung der Armaturen wurde darüber hinaus ein thermoelektrischer Generator entwickelt, der die Temperaturdifferenz zwischen Kaltwasser und Umgebung oder die Temperaturdifferenz zwischen Kalt- und Warmwasser in elektrische Energie umwandelt und so die Armaturen komplett energieautark versorgt. Dieses System wurde auch bereits zum Patent angemeldet.