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Aktuelles aus Fachbereich und ÖH

Billard im Hochofen

(3.6.2017) Wie verhalten sich Gas und Kohlestaub in einem Hochofen? Welche Strömungen treten auf? - Gibt es Kollisionen zwischen 2017-06-05 Next Generation.jpgden Partikeln, gelten die gleichen physikalischen Gesetze wie etwa bei Stößen der Kugeln bei einem Billardspiel. Jedoch hat man es in einem industriellen Prozess nicht mit nur 16 Kugeln zu tun, sondern mit mehreren Billionen. Was Berechnungen zu den auftretenden Strömungen schwierig macht.

Priv.-Doz. Dr. Simon Schneiderbauer, Leiter des CD-Labors für Mehrskalenmodellierung mehrphasiger Prozesse und stellvertretender Leiter der Abteilung für Particulate Flow Modelling, zeigte am 11. Mai in seinem Vortrag „Billard im Hochofen. Eine Welt aus Partikeln“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Next Generation“, die in Kooperation mit dem AEC und den OÖN dieses Sommersemester durchgeführt wurde, wie er spezielle Theorien entwickelt, um Aussagen über das Verhalten der Partikel treffe2017-06-05 schneiderbauer.jpgn zu können. Denn auch die besten Supercomputer sind nicht in der Lage, das Verhalten dieser Menge an Partikeln in realistischer Zeit zu berechnen.

Nähere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zum Vortrag von Dr.Schneiderbauer: www.jku.at/nextgeneration

Im Fokus von Premierminister Medvedev

(4.6.2017) Das Innovationszentrum Skolkovo Institute of Science and Technology nahe Moskau wurde von der russischen Regierung 2017-06-04 Skolkovo Medvedev_Adumitroaie.jpgnach Vorbild des Silicon Valley und in Kooperation mit dem MIT, USA, aufgebaut. Dr. Adi Adumitroaie vom Institut für Konstruktiven Leichtbau war kürzlich dort bei einer Konferenz im Rahmen eines von ihm koordinierten M-ERA.NET-Projekts, bei der der russische Kooperationspartner Anisoprint einen 3D-Drucker vorstellte, der auch das Interesse von Dmitirij Medvedev auf sich zog.

M-ERA.NET ist ein europäisches Netzwerk zur Koordination von nationalen und regionalen Forschungsprogrammen im Bereich „Materials research and innovation“. Ziel ist, transnationale Partnerschaften – auch mit Partnern außerhalb Europas - von Forschungseinrichtungen und Unternehmen in allen Wissens- und Anwendungsgebieten moderner Materialwissenschaft zu unterstützen.

Das M-ERA.NET-Projektkonsortium im Projekt von Adumitraoie besteht aus neun wissenschaftlichen Partnern und Unternehmen aus Österreich, Litauen und Russland. Die Projektleitung liegt bei Adumitroaie. Die Idee, ein M-ERA.NET-Projekt einzureichen, entstand, nachdem Anisoprint seine Drucker letztes Jahr bei einer großen Messe in Paris – JEC World – präsentiert hatte. “We met representatives of the Johannes Kepler University Linz there,” sagt Fjodor Antonov, Chef von Anisoprint. “One of their areas of activity is lightweight design, i.e. they design light and durable constructions, mainly from composites. The Austrians were interested in our technology and suggested that we take part in a grant application within the M-ERA.NET programm”.

Adumitroaie war von Skolkovo und auch der Entwicklung von Anisoprint sehr beeindruckt: „Actually, the idea itself originated a couple of years before, when MIT sent here Prof. Zafer Gurdal of University of South Carolina to establish one of the new research centers of SkolTech; Prof. Gurdal established not only the research center, but also a small and strong research team which is today's Anisoprint, our M-ERA.NET partners.“

Gurdal flog extra nah Moskau, um an der Konferenz des M-ERA.NET-Projekts teilnehmen zu können.

Photo: Sk.ru.

Weitere Informationen:

https://sk.ru/news/b/news/archive/2017/05/27/anisoprint-to-welcome-composite-3d-printing-world-to-skolkovo.aspx

http://www.3ders.org/articles/20170529-russian-3d-printing-company-anisoprint-showcases-continuous-fiber-3d-printer-in-moscow.html

https://3dprintingindustry.com/news/ansioprint-advances-3d-printing-composite-materials-strength-structural-parts-114532/

http://microfabricator.com/articles/view/id/592d84b03d2d2e6c578b4567/ansioprint-advances-3d-printing-with-composite-materials-for-strength-and-structural-parts

Symbiotic Mechatronics: Neues Kompetenzzentrum genehmigt

(2.6.2017) Riesenerfolg für die Mechatroniker der JKU: Das mit dem Linz Center of Mechatronics eingereichte lcm-logo-desktop.pngKompetenzzentrum „Symbiotic Mechatronics“ wurde genehmigt und wird somit im Jänner 2018 mit einem Budget von insgesamt 48 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre daran forschen, ein perfektes Zusammenspiel zwischen mechatronischen Systemen mit ihren Komponenten und deren physischer, digitaler und menschlicher Umgebung zu entwickeln.

In Zukunft werden die Optimierung und der Betrieb von technischen Systemen und deren Interaktion mit veränderlichen Umgebungen ermöglicht. Dazu bedarf es effizienter Modelle und hochentwickelter numerischer Methoden. Die Systeme erfassen ihre Umgebung und kommunizieren mit relevanten Nachbar-Systemen. Sie schätzen die Auswirkung ihrer Entscheidungen ab. Innovative Antriebe setzen diese virtuellen Entscheidungen dann in realen Prozessen um. Das Ziel ist, neue Anwendungsmöglichkeiten und die Mehrwertgenerierung in verschiedensten Branchen zu verbessern. Dabei wird ein symbiotischer Ansatz verfolgt, der den gegenseitigen Nutzen eines Systems, seines menschlichen Nutzers und der physischen und digitalen Umgebung maximiert. Symbiotische Mechatronik ist ein Designansatz, der über den Tellerrand der klassischen mechatronischen Systeme hinaus denkt und dabei jegliche Umgebungsfaktoren miteinbezieht.

„Als zentraler wissenschaftlicher Partner und Miteigentümer der Linz Center of Mechatronics GmbH freuen wir uns über die Zusage zum neuen K2-Zentrum. Ich danke allen Beteiligten, die den Antrag über viele Monate umfassend vorbereitet und intensiv begleitet haben. Das K2-Zentrum ist ein essenzieller Baustein unserer Strategie, auch international weiter technischer Schrittmacher zu sein“, sagt JKU- Rektor Univ.-Prof. Dr. Meinhard Lukas. „Die JKU ist Innovator, die Mechatronik klar eine unserer Kernkompetenzen, die wir am Puls der Zeit stetig weiterentwickeln. Das LCM ist in Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen anerkannt, mit klarem Blick in die Zukunft“, so Rektor Lukas.

Das Land OÖ wird in den nächsten vier Jahren acht Millionen Euro zur Finanzierung des COMET K2 Kompetenzzentrums beisteuern.

Innovation Messtechnik – Bindeglied zwischen Forschung und Industrie

(15.5.2017) Von der Mikrochirurgie über einen Messflansch für einen Windturbinenprüfstand bis zur zerstörungsfreien 2017-05-15 Tagung Messtechnik 1.jpgWerkstoffprüfung in der Stahlproduktion reichten die Themen, die bei der diesjährigen 5. TAGUNG INNOVATION MESSTECHNIK am 11. Mai im Haus der Ingenieure in Wien präsentiert wurden.

Die große Bandbreite an Themen - beginnend bei der Messtechnik im Großmaschinenbau bis hin zu Präzisionssensoren für mikrotechnische Anwendungen - kam bei den knapp 80 TeilnehmerInnen aus Österreich und Deutschland besonders gut an, ebenso die Adaption der messtechnischen Konzepte für industrielle Applikationen und die Durchmischung der TeilnehmerInnen mit industriellem und mit universitärem Hintergrund. Zudem wurde die Tagung von vielen TeilnehmerInnen als Diskussionsplattform genutzt.

Die ‚Innovation Messtechnik‘ stellt ein wichtiges Bindeglied zwischen Forschung und Industrie dar, bei dem EntwicklungsingenieurInnen von 2017-05-15 Tagung Messtechnik 3.jpgFirmen im Technologiebereich einen guten Einblick in die universitäre Forschung erhalten. „Es ist außergewöhnlich, dass so viele Industrievertreter an der Tagung Interesse gezeigt haben, obwohl die überwiegende Mehrheit an Beiträgen aus der Forschung kam“, sagt Organisator Univ.-Prof. Dr. Bernhard Zagar, Vorstand des Instituts für Elektrische Messtechnik. „Das deutet darauf hin, dass in der Industrie reges Interesse an den Forschungsergebnissen gezeigt wird.“

Die Tagung wurde unterstützt von Hottinger Baldwin Messtechnik (HBM) und LCM.

Einladung zur Tagung Innovation Messtechnik in Wien

(2.5.2017) Am 11. Mai findet die 5. TAGUNG INNOVATION MESSTECHNIK im Haus der Ingenieure in Wien statt. Dort präsentierte Innovation_Messtechnik_Banner_Homepage_klein 2017.bmpArbeiten zeigen Synergien zwischen Industrie und Wissenschaft und innovative Lösungsansätze, die für neuartige Problemstellungen gefunden wurden. Studierende erhalten eine Ermäßigung auf die Anmeldegebühr.

Das Fachgebiet Messtechnik hat mitgeholfen, im 21. Jahrhundert einen bisher nicht gekannten Grad der Industrialisierung zu erreichen. Zurzeit existiert kein Industriezweig, in dem nicht geprüft, gemessen und überwacht wird. Dabei entstehen neuartige Problemstellungen, die innovativer Lösungsansätze bedürfen. Hierbei sind Synergien zwischen Industrie und Wissenschaft gefragt, die durch die für diese Tagung ausgewählten Arbeiten repräsentiert werden.

Die Tagung findet im Haus der Ingenieure, Eschenbachgasse 9, 1010 Wien, statt und wird vom Institut für Elektrische Messtechnik der Johannes Kepler Universität Linz veranstaltet.

Nähere Informationen zur Tagung und ANMELDUNG: www.im2017.jku.at.