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Aktuelles aus Fachbereich und ÖH

Willkommen zum MA Mechatronik!

(16.10.2017) Ein Masterstudium der Mechatronik an der JKU steht nicht nur Mechatronik-Bachelor-AbsolventInnen offen. Auch AbsolventInnen anderer Bachelor-Studiengänge können den Master Mechatronik an der JKU machen und sind herzlich willkommen!

Aus folgenden Bachelorstudien bzw. Fachhochschul-Bachelorstudiengängen gibt es häufige Übertritte ins Masterstudium Mechatronik:

  • Universität Salzburg: BA Ingenieurswissenschaften
  • TU Graz: BA Elektrotechnik, BA Maschinenbau
  • Fachhochschule Wels: BA Automatisierungstechnik
  • Universität Innsbruck: BA Mechatronik
  • TU Wien: BA Elektrotechnik und Informationstechnik, BA Maschinenbau
  • FH Vorarlberg: BA Mechatronik
  • Management Center Innsbruck: BA Mechatronik

Übertritte sind jeweils für alle Curriculumsversionen möglich.

In manchen Fällen sind Ergänzungsprüfungen zum Einstieg ins Mechatronik-Masterstudium nötig, Auskunft dazu gibt Präses o.Univ.-Prof. Dr. Philipp Gittler, Email: philipp.gittler@jku.at.

Weitere Informationen zur Durchlässigkeit zwischen österreichischen Bachelor- und Masterstudien.

 

LIT-Projekt: Kleinste Sensoren zur Analyse von Gelenksflüssigkeiten

(16.10.2017) Wenn jemand an Arthritis, Arthrose oder Gicht erkrankt, dann geht dies mit Veränderungen der Gelenksflüssigkeit einher. SEED, Voglhuber.pngEs bilden sich beispielsweise bei Gicht Kristalle in der Gelenksflüssigkeit. Derzeit müssen LaborantInnen die Anzahl der Gichtkristalle in Proben unter dem Mikroskop zählen, wenn sie wissen möchten wie weit die Krankheit fortgeschritten ist. Mit Hilfe von Mikrosensoren, die wie eine winzige Waage funktionieren, soll künftig das Absinken der Kristalle in der Flüssigkeit detektiert und der Anteil der Kristalle ermittelt werden. Mikrosensoren zur Messung des Fließverhaltens bieten aber auch zur Bestimmung anderer Gelenkserkrankungen, wie Arthritis und Arthrose, entscheidende Vorteile.

Mikrosensoren können bei der Erforschung von Gicht zur langzeitlichen Überwachung  des Kristallwachstums und zur Untersuchung der Kristallisationstendenz bei veränderten chemischen Einflüssen eingesetzt werden. „Wir sind derzeit bei der technischen Entwicklung der Mikrosensoren. Das Schöne an diesen ist, dass sie robust und einfach in der Anwendung sind. Sie könnten daher  langfristig den Weg in die klinische Praxis finden“, sagt Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier, Leiter des LIT Seed-Projekts „Sensing Arthritis with Integrated Novel Tools (SAINTS)“.

Aber nicht nur Gicht, sondern auch Arthrose und Arthritis können mit Mikrosensoren frühzeitig erkannt werden. Die Gelenksflüssigkeit, die eigentlich eher ein Gel als eine Flüssigkeit ist, hat beim gesunden Menschen ein bestimmtes Fließverhalten. Sie darf weder zu flüssig noch zu wenig elastisch sein, damit garantiert ist, dass die Reibung im Gelenk passt und es zu keiner Knorpelabnützung und in der Folge Abreibung und Entzündung kommt.

Derzeit werden schmerzende Gelenke oftmals geröntgt, was abgesehen von den möglichen Nebenwirkungen den Nachteil hat, dass eine tatsächliche Abnützung des Gelenks erst spät sichtbar und somit auch am Röntgenbild zu erkennen ist. Andere aktuelle Untersuchungsmethoden, die die Gelenksflüssigkeit analysieren, benötigen relativ große Mengen an Flüssigkeitsproben.

Für die Mikrosensoren reicht bereits ein Tropfen Gelenksflüssigkeit, um Veränderungen festzustellen. Derzeit entwickelt Dr. Erwin Reichel im SAINTS-Projekt zwei unterschiedliche  Analysemethoden mit Mikrosensoren: Einerseits wird über die Resonanzmessung schwingender Strukturen die Viskoelastizität gemessen. Dies ist ein verlässliches Maß für die Konzentration und Zusammensetzung der Hyaluronsäure, welche die wichtigste Komponente der Gelenksflüssigkeit darstellt. Andererseits wird über eine elektrische Spannung gemessen, wie weit sich ein Tropfen der Flüssigkeit dehnen lässt, - auch dies lässt Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der Flüssigkeit zu. „Mikrosensoren werden schon relativ lange dafür eingesetzt, zum Beispiel das Fließverhalten von Öl zu messen. Biologische Proben wie unsere Gelenksflüssigkeiten, Blutserum oder die Absonderung von Schleimhäuten sind aber viel schwieriger zu analysieren“, sagt Reichel. Dies gelingt nun in Zusammenarbeit mit ChemikerInnen der JKU.

Die neu entwickelten Verfahren werden mit synthetischen Referenzflüssigkeiten genau untersucht, um die medizinische Relevanz der ermittelten Werte belegen zu können.

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Dr. Thomas Voglhuber-Brunnmaier studierte an der JKU Mechatronik und war zunächst auf Elektrische Messtechnik spezialisiert. Nach dem Voglhuber-Brunnmaier.jpgSammeln praktischer Erfahrung in einer Sensorikfirma nützte Voglhuber die Chance, seine Dissertation bei Univ.-Prof. Dr. Bernhard Jakoby am JKU-Institut für Mikroelektronik und Mikrosensorik zu schreiben. „Prof. Jakoby ist der Ruf vorausgeeilt, ein hervorragender Wissenschafter zu sein, weshalb  ich mich sehr glücklich schätzen konnte, bei ihm das Doktorat zu machen. Ich habe dadurch in vielen Bereichen Neues dazugelernt.“

Für die Dissertation bekam Voglhuber mehrere Preise verliehen.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte liegen auf der Modellierung von Sensorstrukturen, Signalverarbeitung zur Messdatenauswertung und Entwicklung von Fluidsensorkonzepten.

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Dr. Erwin K. Reichel studierte Mechatronik an der JKU mit Schwerpunkt Elektrische Messtechnik und Signalverarbeitung, wo er seine Reichel Erwin 2.JPGDiplomarbeit auf dem Gebiet der Akustooptik abschloss. Seine Dissertation verfasste er am Institut für Mikroelektronik und Mikrosensorik und konzentrierte sich hier insbesondere auf die Viskositätsmessung komplexer Flüssigkeiten.

Als PostDoc verbrachte Reichel drei Jahre an der Universität Leuven in Belgien, wo er an einem Projekt für die European Space Agency ESA mitarbeitete. „Wir haben ein System entwickelt, das an Board der Raumstation ISS Kristallisationsprozesse untersuchen sollte“.

Das Maßschneidern von Sensorsystemen für die Flüssigkeitsanalyse ist nach wie vor das wichtigste Forschungsanliegen von Reichel. Dazu wurden auch schon zwei Patente erteilt.

Einladung zu Bier und Brez'n

(9.10.2017) Alle Erst- und Zweitsemestrigen der Mechatronik sowie Elektronik und Informationstechnik sind sehr herzlich zur Willkommensveranstaltung „Bier & Brez´n Fest“ eingeladen, die am Dienstag, 17. Oktober 2017, ab 15:30 Uhr im Science Park 3 der JKU im Hörsaal 19 stattfinden wird.

Bei der Willkommensveranstaltung bekommen Sie alle wissenswerten Informationen zu Ihrem Studium und haben die Möglichkeit, in einem informellen Rahmen Professoren, Lehrende, MitarbeiterInnen der Institute und Ihre neuen StudienkollegInnen sowie StudienvertreterInnen kennenzulernen.

LIT-Projekt: Sichere Funkkommunikation für die Industrie

(2.10.2017) Bei der weiteren Modernisierung und Digitalisierung von Produktionsprozessen wird die Funkkommunikation mit und vor https://redshift.autodesk.de/industrielles-internet-internet-der-dinge/ allem zwischen Maschinen eine entscheidende Rolle spielen. Dort wo sie derzeit bereits angewendet wird, gibt es ein Problem: Es  gibt noch keinen allgemeinen Mobilfunkstandard wie für Mobiltelefone, was Herausforderungen unter anderem bezüglich Datensicherheit aufwirft. Dr. Bernhard Etzlinger und Univ.-Prof. Dr. Andreas Springer entwickeln Methoden, die eine genauere Lokalisierung der kommunizierenden Maschinen, eine höhere Datensicherheit und zudem Echtzeitfähigkeit ermöglichen sollen.

5G – die fünfte Generation bei Mobilfunkstandards – ist derzeit in Entwicklung und wird im Zusammenhang mit Industrie 4.0 eine herausragende Rolle spielen: Stellen Sie sich eine Produktionshalle mit unterschiedlichsten Maschinen vor, dazu Stapler, die sich mit verschiedenen Ladegütern in der Halle bewegen. Kommunikation zwischen den Maschinen – um zB auf Verzögerungen, Fehler oder geänderte Abläufe direkt reagieren zu können - soll die Produktionsprozesse möglichst effizient gestalten. Gleichzeitig muss diese Kommunikation möglichst „sicher“ sein – kein Unbefugter soll Zugriff auf die über Funk kommunizierten Daten erhalten -, die Maschinen müssen möglichst genau lokalisierbar sein – wo befindet sich der Stapler gerade? -, und die Daten müssen ohne Verzögerung übermittelt werden.

Die Mobilfunkbetreiber, die diese lokalen Mobilfunknetzwerke zur Verfügung stellen sollen, brauchen für die Erfüllung dieser Anforderungen Übertragungsmethoden, die im Unterschied zu Handynetzen ohne zentralen Knoten funktionieren, das heißt dezentral beim Anwender. Ein Netzwerk aus Basisstationen sorgt für dieses Kommunikationsnetzwerk und definiert auch, wer mit wem kommunizieren darf.

„Wir planen, innerhalb des LIT-Projekts eine Basisstation für 4G und 5G im Labor aufzubauen, um diese Grundfunktionalität zur Verfügung zu stellen“, sagt Etzlinger.

In einem zweiten Schritt sollen echtzeitfähige Methoden zur Lokalisierung und zur Sicherstellung der Datensicherheit entwickelt werden.

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Dr. Bernhard Etzlinger ist Senior Researcher am Institut für Nachrichtentechnik und Hochfrequenzsysteme, Abteilung Nachrichtentechnik. Nach Etzlinger Bernhard.jpgdem Studium der Mechatronik an der JKU Linz verlagerte er seinen Forschungsschwerpunkt auf Signalverarbeitung und Nachrichtentechnik und arbeitete am Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie in Wachtberg, Deutschland. 2012 kam er zurück ans Institut für Nachrichtentechnik und Hochfrequenzsysteme an die JKU.

Während seines Doktoratsstudiums war Etzlinger Visiting Scholar an der Chalmers University of Technology in Göteborg, der KTH in Stockholm, und der Texas A&M University in College Station TX, USA.

Etzlinger ist Member der IEEE Signal Processing Society und Reviewer mehrerer IEEE Transactions.

„Ich sehe in der Entwicklung der fünften Mobilfunkgeneration sehr, sehr großes Potenzial, weil sich hier in der Kombination von Synchronisation, Security und Lokalisierung völlig neue Aufgaben stellen, die bisher noch nicht Themen übergreifend bearbeitet wurden“, sagt Etzlinger.

Mechatronik und die Vermessung der Welt - Einladung zum Mechatronik Info-Tag

(25.9.2017) Die jährlich im Dezember stattfindenden MECHATRONIK Info-Tage finden bei den BesucherInnen großen Anklang. Deshalb werden auch heuer wieder Klassen aus höheren Schulen zum Mechatronik Info-Tag am 19. Dezember eingeladen, diesmal zum Thema Mechatronik und die Vermessung der Welt.

Zwei Forscher aus der Mechatronik werden Einblicke in die immer wichtiger werdende Welt der Erfassung von Zuständen ganz unterschiedlicher Dinge und der dahinter liegenden physikalischen Prinzipien geben. Prof. Andreas Stelzer ist ausgewiesener Hochfrequenztechniker, Doz. Wolfgang Hilber forscht vor allem auf mikrofluidischen Themen.

In Laborführungen bekommen die SchülerInnen in verschiedenen Gebieten Einblick in mess- und sensortechnische Herausforderungen und Lösungen. So wird zum Beispiel demonstriert, wie Roboter-Positionen genau vermessen werden, wie Bauteilschädigungen von Flugzeugteilen erkannt, oder Strömungszustände erfasst werden.

Der heurige MECHATRONIK Info-Tag wird am Dienstag, 19. Dezember 2017, von 9 bis 16 Uhr abgehalten und für jede BesucherInnengruppe jeweils etwa 2 Stunden dauern, mit einer kleinen Stärkung im Anschluss.

Anmeldung:

Linda Burgstaller
Tel: 0732 2468 6490
E-Mail: linda.burgstaller@jku.at